

Der muss das auch ohne Leckerchen können:
Das Missverständnis: Es ist zwar langfristig ein sinnvolles Ziel ist, dass der Hund die Übung auch ohne Leckerchen ausführt. Das bedeutet aber keineswegs, dass man schon beim Üben auf Futter verzichten muss. Nach ausreichend häufiger Wiederholung wird der Hund die Übung so gut beherrschen, dass man das Futter nach und nach reduzieren kann, bis es nur noch gelegentlich zum Einsatz kommt.
Der wahre Kern dieser Aussage: Der Hund sollte die Übung nicht ausführen, weil er das Futter sieht.... das wäre eine Form von Locken, er sollte sie ausführen, weil er in der Vergangenheit dafür belohnt wurde und die Übung mit positiven Erlebnissen verknüpft.
Abgrenzung von Locken und Belohnen.
Mein Hund ist ungehorsam, wenn er ein Kommando, dass er sonst eigentlich schon kann, nicht zeigt:
Hunde lernen beim Training die Umgebung gleich mit. Wenn dein Hund ein Kommando in einer Übungssituation bereits gut beherrscht, kann es trotzdem sein, dass er es in einer anderen Situation noch nicht kann. Dann gestaltet man die Übung so einfach wie möglich und beginnt in verschiedenen ablenkungsarmen Umgebungen, bis man schließlich Schritt für Schritt auch die Ablenkung steigern kann.
Mein Hund ist glücklich, wenn er viele Freiheiten genießt:
Das Missverständnis: Ein Hund hat, so wie wir auch, viele Bedürfnisse. An der Basis der Bedürfnispyramide nach Maslow stehen die Grundbedürfnisse nach körperlichem Wohlbefinden, Nahrung, medizinischer Versorgung, Schlaf, und nach Sicherheit.
Die Grundbedürfnisse bilden die Basis für das Wohlbefinden des Hundes und sind zwingend erforderlich, für ein glückliches Hundeleben.
Das Bedürfnis nach persönlicher Entfaltung, also größtmöglicher Freiheit, bildet die Spitze der Bedürfnispyramide; wird also erst relevant, wenn alle anderen Bedürfnisse befriedigt sind.
Für viele Hunde sind zu dem Zeitpunkt, zu dem wir ihnen größtmögliche Freiheit gewähren, die Bedürfnisse nach Schlaf und Sicherheit noch gar nicht befriedigt. Das führt zu einem Ungleichgewicht, so dass dein Hund gestresst und überfordert ist.
Der wahre Kern dieser Aussage: Natürlich braucht ein Hund ausreichend Freiheiten, um seinen Grundbedürfnissen gerecht zu werden. Er braucht ausreichend Bewegung (aber nicht unbedingt, indem er uns den ganzen Tag durchs Haus folgt), er braucht Nahrung, Pflege und Sozialkontakte und vieles mehr.
Der spielt nur
Nicht jeder mehr oder weniger friedliche Umgang unter Hunden ist Spiel. Häufig lernen die Hunde sich kennen und stecken Grenzen ab. Wichtig ist es, auf das Ausdrucksverhalten deines Hundes zu achten. Spiel ist immer wechselseitig, es gibt häufige kleine Pausen und das Ausdrucksverhalten deines Hundes ist entspannt.


