Zähneputzen ist für Hunde beinahe so wichtig wie für uns Menschen. Im Gegensatz zum Menschen ist das Gebiss des Hundes zwar in geringerem Ausmaß Kohlehydraten und vor allem Zucker ausgesetzt, wodurch sich Kariesbakterien etwas weniger leicht vermehren können. Dennoch bekommen auch Hunde Karies und müssen Zähne putzen.
Zähneputzen hilft Ihrem Hund, gesund zu bleiben. Nicht nur Zahnschmerzen und kostspielige Behandlungen können so vermieden werden, es hat sich außerdem gezeigt, dass eine gute Mundhygiene eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben kann.
Erste Schritte: Vorab: Macht euch nicht zu viel Druck, bleibt lieber kontinuierlich dabei, zu üben. Zum Glück bekommen die meisten Hunde nicht ganz so schnell schlechte Zähne wie Menschen, weil sie in der Regel keine Süßigkeiten zur Verfügung haben.
Im ersten Schritt bringst du deinem Hund das Kinn-Target bei. Du lockst deinen Hund mit einem Leckerchen, bis seine Schnauze schwer auf deiner Hand liegt. Dann klickst du, wenn du mit dem Klicker arbeitest, oder du sagst dein Markerwort, z.B „fein“ und gibst deinem Hund eine Belohnung. Auch wenn es hier ums Zähneputzen geht, ist es ok, wenn dein Hund etwas zu Fressen als Belohnung bekommt. Unser erstes Ziel ist es, dass der Hund gerne mitmacht, dann können wir viele Jahre entspannt putzen. Diese Übung wiederholst du etliche Male, bis dein Hund verstanden hat, worum es geht.




Beim nächsten Mal kannst du dann die Hand hinhalten, ohne mit einem Leckerchen zu locken. Warte kurz ab, ob dein Hund von selbst auf die Idee kommt, seine Schnauze in deine Hand zu legen. Wenn ja, schnell markern und belohnen. (Wenn es noch nicht so gut klappt, dann beginne einfach noch einmal beim ersten Schritt).
Auch diese Übung wiederholst du viele Male, bis sie zur Routine wird.
Wenn du möchtest, kannst du nun noch ein Hörzeichen einführen, das ist für diesen Zweck aber nicht unbedingt nötig.
Anschließend nimmst du eine weiche Zahnbürste zur Hand und hältst sie während der Übung einfach nur in der Hand.
Nach und nach verringerst du die Distanz zwischen Zahnbürste und Hund, bis du an den Zähnen angelangt bist.
Gehe nicht zu schnell vor. Wenn eine Übung einmal nicht so gut klappt, dann beginne noch einmal beim vorherigen Übungsschritt.
Zusätzlich kann es auch hilfreich sein, zu üben, dass du deinem Hund sanft über die Schnauze fassen kannst.
Natürlich kannst du mich auch gerne anschreiben und wir üben gemeinsam.
Wenn du „aus“ bereits geübt hast, dann verwende für diese Übung besser ein anderes Signal, beispielsweise „drop it“ (also Englisch für „lass es fallen“).
Du legst etwas Leckeres bereit, sagst „drop it“ und wirfst anschließend unabhängig davon, was dein Hund gerade tut, den Leckerbissen Richtung Hund.
Wiederhol die Übung nach Lust und Laune möglichst täglich. Irgendwann wird dein Hund auf dieses Signal hin buchstäblich alles fallen lassen, um den Leckerbissen, den du wirfst, zu fangen.


